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Unsere Start-ups

Ob Software-Schmiede, Biotech-Un­ter­neh­men oder Minimalschuh-Marke – seit Bestehen haben wir zahl­reiche Start-ups auf ihrem Weg von der Unternehmensidee bis zur er­folg­rei­chen Grün­dung begleitet. Eine Auswahl der von uns unterstützten Start-ups: 

Das di­gi­ta­le Leben regeln mit „memoresa“

„Wir möchten anderen die Hilfestellung bieten, die uns gefehlt hat“

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Das Foto zeigt Jörg Schädlich und Steffen Stundzig, die Gründer von memoresa © memoresa
Jörg Schädlich (Foto links) und Steffen Stundzig wol­len mit memoresa di­gi­ta­le Ordnung in den Alltag ihrer Nutzer*innen bringen.

Gestartet als Platt­form zur Regelung des di­gi­ta­len Nachlasses ist memoresa heute eine Platt­form, auf der Kundinnen und Kunden alle re­le­van­ten Verträge DSGVO-konform ablegen, mit Vertrauenspersonen teilen und verwalten kön­nen. Dabei sind alle Schritte juristisch geprüft und jederzeit sicher und verfügbar auf deut­schen Servern.

Sowohl bei Jörg Schädlich als auch bei Steffen Stundzig war eine per­sön­li­che Erfahrung Auslöser für die Grün­dung. Sie kennen die Probleme, die sich im „Fall der Fälle“ mit Dokumenten und Vollmachten ergeben. Weil Jörg drei Wohnorte hat, ist er auf den jederzeitigen Zugriff auf alle Dokumente angewiesen. Kurz: Sie suchten nach einer geeigneten di­gi­ta­len Lö­sung, fanden jedoch keine und entwickelten diese dann selbst. 

Wie ihr Team trotz Co­ro­na zusammengewachsen ist und was sie sich vorgenommen haben, be­rich­ten Jörg Schädlich und Steffen Stundzig im Interview.

Wie sind Sie auf die Idee für Ihre Dienstleistung be­zieh­ungs­wei­se Tech­no­lo­gie ge­kom­men?

Jörg Schädlich: Der Auslöser war Steffen. Er war der Prototyp unserer zukünftigen Zielgruppe. Nach ei­nem Fahrradunfall, wo er sehr viel Glück im Unglück hatte, entschieden seine Frau und er, dass sein und ihr ge­mein­sa­mes digitales Erbe leicht zugänglich und ständig verfügbar sein muss – für den Fall, dass noch mal et­was passiert. So machte sich der technikversierte Steffen auf die Suche nach einer di­gi­ta­len Lö­sung für die smarte Ablage von wichtigen Dokumenten, Verträgen und Urkunden. Und er fand nichts. 

Als Steffen und ich uns dann vor ein paar Jah­ren in ei­nem anderen Start-up kennenlernten und wir feststellten, dass wir uns ideal ergänzen, erzählte er mir von seiner Idee. Ich hatte auch sofort den persönlichen Berührungspunkt, da ich einige Jahre zuvor Vormund meines Großvaters war, der zu der Zeit 800 Ki­lo­me­ter von mir entfernt in ei­nem Pflegeheim lebte. Dadurch kannte ich die Probleme, meine Vollmacht immer wieder Pflegenden und Ärztinnen und Ärzten vorzulegen. So holte er mich mit ins Boot und wir gründeten memoresa, um anderen in ähnlichen Situationen die Hilfestellung zu bieten, die uns damals gefehlt hatte. 

Anfangs haben wir uns nur die Organisation des di­gi­ta­len Nachlasses als Aufgabe gegeben. Dabei haben wir festgestellt, dass man daraus noch so viel mehr ma­chen kann. Wenn die Nutzerinnen und Nutzer sowieso schon ih­re Unterlagen digitalisieren, kann man diese doch auch gleich di­gi­tal ordnen. So ent­ste­hen immer wei­tere große The­men: die Digitale Ordnung und der Digitale Notfallkoffer sind schon implementiert, die nächsten Ideen liegen schon in der IT.

Wir freuen uns auch immer sehr über User-Feedback, dadurch wachsen wir weiter und kön­nen uns den ver­schie­de­nen Wünschen immer weiter nähern. Mal sehen was noch alles folgt…

Wie lautet Ihre Vision?

Jörg Schädlich: Wir wol­len, dass jeder jederzeit von überall DSGVO konform auf seine eigenen Dokumente zugreifen und sie re­le­van­ten Per­so­nen einzeln freigeben kann. 

Wie ist Ihr Start-up gewachsen? 

Steffen Stundzig: Wir haben die ersten Bewerbungsgespräche Ende März 2020 gehabt – exakt zum Start der ersten Lockdown Phase. Da wir von An­fang an auf Remote Work ge­setzt hatten, ging der Prozess reibungsfrei vonstatten.

Als sich Ende Juli die Situation et­was entspannte, haben wir be­schlos­sen, ein Teambuilding-Event auf Teneriffa zu ma­chen (damals fast coronafrei). Die neun Mitarbeitenden sowie unsere fünf Programmierer aus Teneriffa haben sich dort tatsächlich das erste Mal physisch getroffen. Wir haben die Zeit super nut­zen kön­nen, uns externe Unter­stüt­zung durch Personalberatung geholt und sind wirk­lich als Team wieder aus der Ver­an­stal­tung gegangen.

Inzwischen haben wir in Leipzig ein großes Büro. In der we­ni­gen Zeit, in der wir es tatsächlich mit allen Teammitgliedern benutzen konn­ten, haben wir die daraus entstehenden zusätzlichen Energien und Synergien sehr genossen.

Mittlerweile sind wir knapp 30 Leute, und wir müs­sen sagen, dass die Suche nach neuen Kolleginnen und Kollegen immer sehr effizient und schnell ging – zum einen über Plattformen, die so et­was pro­fes­si­o­nell an­bie­ten, aber auch über unsere eigene Web­sei­te im Be­reich Karriere.

Welche He­raus­for­de­run­gen gab es wäh­rend Ihrer Grün­dung und wie sind Sie damit umgegangen? 

Jörg Schädlich: Die Investorensuche hat sich durch Co­ro­na deutlich schwieriger gestaltet als geplant. Wir sind zwar in der Lage, ohne Reibungsverluste remote zu ar­bei­ten, aber die Treffen mit Investoren sind doch persönlich einfacher und effektiver. Der Prozess hat sich dadurch um ca. ein halbes Jahr ver­längert. Bei der Geschwindigkeit unseres Wachstums ist das Bootstrappen über so eine lange Zeit auch schmerzhaft. Inzwischen sind wir jedoch gut aufgestellt, nur eben später als geplant.

Wie haben Sie vom STARTUP.INNOLAB be­zieh­ungs­wei­se vom CET profitiert? 

Steffen Stundzig: Eigentlich von allen An­ge­boten! Wir haben großartige Mentoren bekommen, die Vernetzung zwischen den teil­neh­men­den Start-ups hat super funk­ti­o­niert und wir sind auch mit Zweien davon in Kooperationsgesprächen, uns wurde guter Zugang zum Netz­werk gegeben und die Work­shops waren extrem wertvoll. 

Welche Ei­gen­schaf­ten sind Ihrer Meinung nach am wichtigsten, um als Gründer*in er­folg­reich zu sein? 

Jörg Schädlich: Bereit und in der Lage sein, selbst einige Zeit mit wenig oder gar keinem Geld auszukommen, unternehmerisches Denken, Offenheit, Flexibilität, Einsatzbereitschaft. Darüber hinaus auch ein privates Umfeld, das bereit ist, es zu tragen und zu ertragen, dass man in den ersten Jah­ren des neuen Unternehmens über fast nichts anderes mehr spricht.

Mehr In­for­ma­ti­onen über memoresa auf der Website des Start-ups.

 

Final Pitch Day am 24. Juni 2021

Sie wol­len das Team live erleben? Bei der Online-Ver­an­stal­tung „Inside CET – From Science to Business“ pitchen alle Teams des STARTUP.INNOLABs ih­re Ideen vor der Jury. Es erwartet Sie ein abwechslungsreiches Pro­gramm aus Online-Work­shops, Video-Interviews und Pitch-Vorträgen. 

Weitere In­for­ma­ti­onen zu „Inside CET“

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Anfahrt & Lageplan

Der Cam­pus der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Cam­pus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Cam­pus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.

Direkt auf dem Cam­pus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duis­burg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, au­ßer­dem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Cam­pus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Cam­pus Nord und Cam­pus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zu­rück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund verteilen sich auf den größeren Cam­pus Nord und den kleineren Cam­pus Süd. Zu­dem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.