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Unsere Start-ups

Ob Software-Schmiede, Biotech-Unternehmen oder Minimalschuh-Marke – seit Bestehen haben wir zahlreiche Start-ups auf ihrem Weg von der Unternehmensidee bis zur erfolgreichen Gründung begleitet. Eine Auswahl der von uns unterstützten Start-ups: 

Interview mit dem Start-up lodomo

„Raus aus der Echokammer der Gründungsszene”

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© lodomo
von links nach rechts: Daniel Sonnabend und Jonas Spieth vom Team lodomo

Erfahren Sie im Interview mit dem Start-up-Team lodomo, warum es so wichtig ist das eigene Produkt am Kunden zu testen, um den Weg für einen erfolgreichen Marktstart zu ebnen.

Das Gründungsteam lodomo besteht aus den vier Gründern Jonas Spieth, Daniel Sonnabend, Jan-Eric Wörheide und Ralph Wörheide. Während Jan Wirtschaftsingenierwesen im Bachelor und Jonas Wirtschaftsingeneurwesen im Master an der TU Dortmund studieren, fokussieren sie sich in ihrem Start-up lodomo auf die Geschäftsführung. Daniel kümmert sich um die technischen Belange in ihrem Start-up und studiert gleichzeitig Informatik an der TU Dortmund, während Ralph die Finanzen bei lodomo im Blick hat.

Zusammen entwickeln die vier Gründer eine digitale Plattform, die Senior*innen die Teilhabe an der digitalen Welt ermöglicht. Wie ihre Idee entstanden ist und was sich sonst noch hinter dem Start-up verbirgt, verraten Jonas Spieth und Daniel Sonnabend im Interview.

Was steckt hinter dem Start-up „lodomo“?

Jonas: Wir entwickeln eine digitale Plattform für Tablets, welche Senior*innen den Zugang zum Internet und dessen kontinuierliche Nutzung ermöglicht. Hier werden digitale Inhalte in einem Haus als Alltagsgegenstände visualisiert, sodass die Nutzer*innen mit einer leichten und intuitiven Benutzeroberfläche spielerisch an das Thema Internet herangeführt werden.
Daniel: Genau das steht hinter lodomo. Unser Name des Start-ups kommt aus dem Lateinischen. Domus ist das Haus, daraufhin haben wir uns zusammen überlegt, was sich in Kombination mit diesem Begriff gut anhört. Wir haben ein paar Varianten aufgeschrieben und sind schließlich bei dieser Variante geblieben, die uns sehr gut gefallen hat. Außerdem gibt es kein Unternehmen, was so heißt.

Wie kamen Sie auf die Idee? Was hat Sie als junge Studierende auf die Idee gebracht, eine digitale Plattform für Senior*innen zu entwickeln?

Jonas: Während Corona haben wir gesehen, wie viele Probleme ältere Menschen mit der Situation haben, insbesondere, weil Ihnen die Anbindung an die digitale Welt und damit auch deren Kommunikationsmitteln fehlt. Das wollten wir ändern.

Seit wann wollten Sie gründen? Ist lodomo Ihre erste Gründungsidee?

Jonas: Ich wollte schon immer gründen und dachte mir, wenn nicht jetzt, wann dann? Wir haben diese super Idee und es macht viel Spaß im Team zu arbeiten und am Ende zu sehen, wie lodomo den Nutzern*innen wirklich weiterhilft.
Daniel: Dem kann ich mich nur anschließen. Was mich schon lange beschäftigt sind außerdem technologische Innovationen und besonders der Bereich „Intuitive User Experience“, den wir in unserem Start-up umsetzen.

Was möchten Sie in den nächsten Monaten erreichen und für wann ist der Marktstart geplant?

Jonas: Das ist tatsächlich ein und dieselbe Frage, da wir in den nächsten Monaten unseren Marktstart als nächsten Meilenstein erreichen wollen. Wir finalisieren momentan unser MVP (Minimal Valuable Product) und möchten dieses in den nächsten Monaten fertigstellen, damit dieser an erste Kunden am Markt gehen kann. Unseren Prototypen konnten wir bereits mit Senior*innen in einem Seniorenquartier in Bochum testen. Der Schritt vom Prototypen zum MVP ist jedoch recht groß, da wir alles rechtlich absichern müssen.

Wie sieht Ihre interaktive User Experience aus?

Daniel: Daran arbeiten wir gerade. Wir entwickeln ein Onboarding, das man sich wie ein kleines Spiel vorstellen kann. Es wird einen Hausmeister geben, der einen Rundgang durch das Haus macht, so als würde der*die Nutzer*in in dieses Haus einziehen. Durch die Anleitung des Hausmeisters wird der*die Nutzer*in vorsichtig an alles herangeführt und kann sich alles in seiner eigenen Geschwindigkeit erklären lassen und einrichten.

Ist die digitale Plattform an das Endgerät gekoppelt?

Jonas: Das Tablet ist in dem Endpreis enthalten. Momentan planen wir diese über B2B zu vertreiben, das bedeutet, dass z.B. Einrichtungen des betreuten Wohnens das ganze Paket bekommen: das Tablet mit mobilem Internet und unserer Plattform. Das Ganze wird nach einer Periode von zwei Jahren ausgetauscht, sodass die Geräte auf dem neusten technischen Stand sind. Sollten jedoch bereits Tablets in der Einrichtung vorhanden sein, sind wir in unserem Geschäftsmodell auch flexibel und bieten dann nur die Plattform an.

Wie machen Sie Ihre Endkunden auf sich aufmerksam?

Daniel: Die ersten Kunden sind auf uns aufmerksam geworden, nachdem wir einen Testlauf gestartet haben, der auch in einem Zeitungsartikel veröffentlicht wurde. Das ist einer der Wege, um unsere Kund*innen zu erreichen. Wir verfolgen aber auch den klassischen Salesweg, indem wir proaktiv auf Einrichtungen zu gehen und dort fragen, ob bei ihnen Interesse an unserem Produkt besteht.

Welche Erfolge durften Sie bisher schon feiern?

Daniel: Der erste Erfolg war der Erhalt des Gründerstipendium NRW, denn mit diesem Stipendium konnten wir ein Jahr lang die Arbeit an unserem Start-up finanzieren. Außerdem haben wir uns Mitte 2021 ein Seedinvestment gesichert, mit welchem wir jetzt die Entwicklung unseres MVPs und den Markteintritt finanzieren. Auch der Testlauf mit Kund*innen war für uns ein großer Erfolg, da wir gesehen haben, dass unser Konzept funktioniert und tatsächlich Kundenprobleme löst.

Was würden Sie sagen ist wichtig, um erfolgreich als Gründer*in zu sein? 

Jonas: Hartnäckigkeit. Wir mussten zum Beispiel unseren Start-up-Namen zweimal über Bord werfen. Das kann einen schon aus dem Zeitplan bringen. Außerdem ist es essentiell den Prototypen direkt am Kunden zu testen, um so das Feedback der Zielgruppe zu erlangen. Gründer*innen sollten sich nicht in der Echokammer der Gründungsszene verstecken. Das ist zwar ein guter Baustein zum Netzwerken, aber vor allem muss man den Markt im Auge behalten und einen Spagat zwischen beidem hinkriegen.

Daniel: Hier möchte ich nochmals betonen, wie wichtig es ist, nicht am Markt vorbeizuentwickeln. Jahrelange Entwicklungszyklen können sonst genau dazu führen. Also auch wenn der Prototyp nicht perfekt ist, lässt sich dieser testen. So erlangt man erstes Feedback und wichtige Erkenntnisse, mit denen man dann weiterarbeiten kann. Also: Testen, testen, testen!

Spielt das Netzwerk eine wichtige Rolle, um den Erfolg eines Start-ups weiterzutreiben?

Jonas: Definitiv. Das Netzwerk ist essentiell. Man kann gar nicht alles wissen, schon gar nicht als junger Gründer. Hier ist es wichtig, viele Menschen zu kennen, die einem helfen können, aber genauso wichtig ist es auch, um Hilfe zu bitten. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass man viel Unterstützung aus dem Gründungsnetzwerk erhält, wenn man um Hilfe bittet oder einfach mal nachfragt. Deshalb kann ich Netzwerkveranstaltungen auf jeden Fall empfehlen und gehe auch selbst gerne hin

Daniel: Gerade bei uns war es am Anfang sehr praktisch, dass es an der TU Dortmund so eine Institution wie das CET gibt, wo wir unter anderem auch in der Gründungs­beratung waren. Mit der Hilfe der Gründungsberater*innen erhielten wir den Zuschlag für das Gründerstipendium. Ohne Unterstützung wären unsere Chancen nicht so gut gewesen.

Neben der Gründungs­beratung gibt es noch weitere Unterstützungsangebote am CET. Wie profitieren Sie vom Inkubator Programm cetup.INNOLAB, bei dem Sie aktuell teilnehmen?

Daniel: Als junger Gründer wird man ins kalte Wasser geworfen. Uns hat es geholfen, einen Coach des CET kennenzulernen. Mit unserem Coach Christian Feißel entwickelten wir unseren Businessplan stetig weiter. Darüber hinaus erhalten wir im Inkubator INNOLAB spannende Veranstaltungen geboten, die nützliches Wissen rund um den Aufbau unseres Unternehmens vermitteln. Wir profitieren insbesondere auch von den Veranstaltungen rund um das Thema Datenschutz und die damit einhergehende Beratung.

Vielen Dank für die spannenden Einblicke in lodomo. Haben Sie zum Schluss noch einen Tipp an zukünftige Gründer*innen?

Jonas: Allen zukünftigen Gründer*innen empfehlen wir, verschiedene Veranstaltungen zu besuchen und sich dort mit anderen Gründer*innen zu vernetzen. Solche Gespräche sind inspirierend. Denn wenn ihr keine Idee habt, findet ihr dort Menschen, die Ideen haben. Und wenn ihr bereits eine Idee habt, dann sprecht mit anderen Menschen darüber, um Feedback zu erhalten oder sogar potenzielle Mitgründer*innen zu finden.

cetup.INNOLAB – Der Inkubator für junge Start-ups

Das Start-up-Team lodomo nimmt am Inkubatorprogramm cetup.INNOLAB des CET teil. In den Start-up-Programmen des CET werden Gründungsinteressierte und Gründende besonders intensiv geschult und begleitet. Zum CET-Portfolio gehören mehrere Angebote, die sich an den unterschiedlichen Schritten eines typischen Gründungsprozesses orientieren oder aber spezielle Themen im Fokus haben.

Mehr Informationen zu cetup.INNOLAB

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der Technischen Universität Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.