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Das Start-up Voty im Interview

“Jeder kann zwar für sich alleine arbeiten, aber im Team funktioniert es dann doch am besten.”

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© CET | TU Dortmund

Piet Dukatz (li.), Frederik vom Lehn und Jan Krämer (re.) sind das Gründungsteam von Voty. Erfahren Sie im Interview mit Jan Krämer, was er und seine Mitgründer mit den Avengers gemeinsam haben und wie die drei mit negativem Feedback umgehen.

Stell Dich und Deine Idee bitte kurz den Leser*innen vor!

 

Jan: Hi! Ich bin Jan, Mitgründer von Voty. Zu dem Gründungsteam gehören noch Piet und Frederik. Zusammen bilden wir die erste Competitive Voting- Anwendung im Eins vs. Eins Modus. Auf die Idee sind wir durch Piet gekommen, der uns im Prinzip damit genervt hat: Piet hat mit dem Tanzen angefangen und wollte sein Tanztalent auf der Welt vergleichen. Das heißt, er wollte gegen Leute aus Amerika oder Asien tanzen und hat gesagt, dass er dafür eine Plattform brauche. Nach Piets wochenlangem Nörgeln hatte ich dann irgendwann die Idee, dass man dafür tatsächlich etwas entwickeln könnte. Dann haben wir ein bisschen was runtergeschrieben und angefangen einen Businessplan auszuarbeiten. 

 

Habt ihr dies selbst programmiert oder habt ihr einen externen Programmierer dazugeholt? 

Jan: Erst einmal haben wir tatsächlich nur mit Mockups gearbeitet, wie unsere Anwendung später aussehen könnte. Da hat Frederik die ganze Arbeit gehabt. Mit diesem Mockup haben wir dann die ersten Leute kontaktiert, um Fuß zu fassen in der Start-up-Branche. Aber ich muss zugeben, dass wir dieser Branche gegenüber einige Vorurteile hatten. 

 

Wieso hattet ihr Vorurteile gegenüber der Start-up-Branche? 

Jan: Wir drei sind eher so, dass wir nicht in die Öffentlichkeit treten. Mal ein Instagrampost ist in Ordnung, aber von allem anderen halten wir uns eigentlich fern. Wir hatten irgendwie das Gefühl, dass alle irgendwas mit Start-ups machen wollen. Deshalb hatten wir ein bisschen Bauchschmerzen, wen wir am besten kontaktieren sollten. Wir wollten nicht zu viel verraten oder Freunden und Familie nicht auf die Nerven gehen. 

 

Wie fühlst du dich jetzt mit der Entscheidung, dass ihr diesen Schritt gewagt habt? 

Jan: Es war definitiv der richtige Schritt und ich glaube, hätten wir uns nicht an das CET gewandt, wären wir jetzt sicherlich auch nicht da, wo wir jetzt sind. Das war der erste Ort, der uns und unserer Idee Obhut gegeben hat und uns gezeigt hat, was alles möglich sein kann.  

 

Wobei genau hat euch das CET geholfen? 

Jan: Das CET und Chris Feißel waren die Türöffner für Voty. Damals haben wir durch den Bruder von Piet erfahren, dass es das CET gibt. Er erzählte uns, dass es an der Uni einen Start-up-Ort für Gründer*innen gibt. Wir haben dann erst einmal eine E-Mail geschickt und haben unsere Idee vor Chris gepitcht. So kam erst einmal der Ball ins Rollen und Piet hatte dann einen guten Vergleich: Wir drei kommen ja aus dem Fußballbereich und wenn wir drei Gründer die Offensivkräfte sind, die die Tore schießen sollen, dann ist das CET mit Chris so diejenigen, die uns den Ball zu spielen und uns auch den Rücken freihalten. Wir brauchten am Anfang auf jeden Fall jemanden, der uns da hinbringt, wo wir jetzt sind, weil wir nicht so an die Start-up- Szene geglaubt haben. 

 

Was waren denn bisher eure größten Erfolge? 

Jan: Sicherlich zunächst das Gründerstipendium, welches wir bekommen haben.  Das war das erste Mal, dass wir vor einer Jury gepitcht haben, die unsere Idee vorher nicht kannte. Das war der Punkt für uns drei, an dem wir gesagt haben, ok jetzt werden wir mehr an der Idee arbeiten, vielleicht können wir so auch noch andere überzeugen. Wir haben dann unsere Präsentationen überarbeitet, haben an Workshops teilgenommen und konnten so auch letztendlich zwei Partner überzeugen, die mit uns das Fundament für Voty gelegt haben. Diese sind mit uns dann auch in die Gründung gegangen und jetzt haben wir im letzten Jahr Dezember die GmbH gegründet. Der nächste große Erfolg sind unsere Pilotkunden, mit denen wir gerade sprechen. Von denen haben wir bisher auch sehr gutes Feedback bekommen, sodass Voty im Laufe des Jahres auch genutzt werden kann. 

 

Hattet ihr Rückschläge während eurer Gründung und wie seid ihr mit diesen umgegangen?

Jan: Wir hatten tatsächlich bei der Findung unserer Partner einen Rückschlag: Wir sind sehr euphorisch an die Sache rangegangen und wurden dann auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Da konnten wir uns leider nicht einig werden mit dem Partner, mit dem wir uns eigentlich schon gesehen haben. Gleichzeitig, und das hat mich auch echt geprägt, wenn man Investor*innen anschreibt und dann kommt teilweise echt hartes Feedback zurück, was dann auch nicht mehr sachlich war, sondern sehr emotional. Und unser Start-up ist so gesehen schon wie unser Baby und wenn man dann emotionales Feedback bekommt - haut das einen schon zurück. Ich bin eigentlich ein Typ, der sehr gut mit Feedback arbeiten kann und ich brauche das auch. Aber das war einfach kein Feedback, mit dem ich arbeiten konnte. Da habe ich tatsächlich zwei Wochen lang gedacht, ich schmeiße alles hin. Dann habe ich aber den Entschluss gefasst, noch härter zu arbeiten und habe das Ganze als Motivation genommen. 

 

Voty nimmt momentan auch an dem Inkubator cetup.INNOLAB teil, was war für dich der interessanteste Workshop? 

Jan:  Also es werden dort immer ganz unterschiedliche Workshops angeboten, die auch sehr spannend sind, weil immer wieder etwas Neues kommt. Ich muss zugeben, manchmal denke ich, der Workshop könnte vielleicht etwas langweilig werden, aber dann kriegt man so einen neuen Input, dass man wieder einen guten Output hat und von daher macht es immer wieder Spaß. Der interessanteste Workshop für mich war aber “Plattform Ökonomie”, weil wir uns selbst zukünftig als Plattform sehen. Hier haben wir Einblicke in die Konzeption von Geschäftsmodellen bekommen, also beispielsweise wie eine Plattform hinterher bei den Kunden abrechnet. 

 

Habt ihr Vorbilder? Und wenn ja, welche? 

Jan: Ja, wir haben Vorbilder und zwar finden wir die Avengers echt cool. Im Großen und Ganzen spiegeln die uns wider. Jeder kann zwar für sich alleine arbeiten, aber im Team funktioniert es dann doch am besten. Jeder hat seine Stärken. Die stehen zwar in der Öffentlichkeit, was wir jetzt nicht so gerne tun, aber am Ende will man schon immer wieder ein Avenger sein. 

 

Vielen Dank für das Interview und weiterhin ganz viel Erfolg mit Voty! 

 

Das Start-up ist momentan auf der Suche nach Pflichtpraktikant*innen und strategischen Partnern. Wenn Sie diese Idee interessiert und Sie Ideen für eine Zusammenarbeit haben, melden Sie sich gerne direkt beim Start-up unter: kraemervotyappcom

cetup.INNOLAB – Der Inkubator für junge Start-ups

Das Start-up-Team lodomo nimmt am Inkubatorprogramm cetup.INNOLAB des CET teil. In den Start-up-Programmen des CET werden Gründungsinteressierte und Gründende besonders intensiv geschult und begleitet. Zum CET-Portfolio gehören mehrere Angebote, die sich an den unterschiedlichen Schritten eines typischen Gründungsprozesses orientieren oder aber spezielle Themen im Fokus haben.

Mehr Informationen zu cetup.INNOLAB

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Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

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