Zum Inhalt
CET startet mit Catalyst GER in die nächste Runde

„Auf die wesentlichen Aspekte der Projektidee konzentrieren“

Bild einer Frau © TU Dortmund
Wie kann Forschung aus den Geistes-, Gesellschafts- und Bildungswissenschaften gesellschaftliche Wirkung entfalten? Das Transferprogramm Catalyst GER unterstützt Forschende dabei, ihre Ideen weiterzuentwickeln und neue Wege in den gesellschaftlichen Transfer zu erschließen – und geht jetzt in die nächste Runde. Im Interview berichtet Dr. Jennifer Eckhardt, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät Sozialwissenschaften und Koordinatorin (i. V.) des Forschungsbereichs Innovation und Bildung in der digitalen Gesellschaft der Sozialforschungsstelle Dortmund, von ihren Erfahrungen mit dem Programm.

Frau Eckhardt, können Sie Ihr Transfer-Projekt kurz vorstellen?

In dem Projekt geht es um partizipative Sozialberichterstattung, um kommunale sozialpolitische Maßnahmen stärker an den tatsächlichen Bedarfen in den Sozialräumen auszurichten. Ziel ist es, die kommunale Sozialberichterstattung einfacher und zukunftsorientierter zu gestalten. Aktuell ist der Prozess oft aufwendig und ressourcenintensiv. Dabei sollen die beteiligten Akteur*innen enger zusammenarbeiten und die Stadtgesellschaft aktiv in den Prozess eingebunden werden.

Und um Ihre Idee zu schärfen, haben Sie am Catalyst GER teilgenommen?

Genau. Catalyst GER hat mir dabei geholfen, mich auf die wesentlichen Aspekte der Projektidee zu konzentrieren und ihren zentralen Mehrwert klarer herauszuarbeiten. Besonders wertvoll war die Erkenntnis, dass der Kern des Projekts nicht in einer technischen Lösung liegt, sondern in der Gestaltung sozialer Prozesse. Dadurch konnte der Fokus gezielt von technischen Fragestellungen auf die eigentliche Wirkungsidee gelenkt werden.

Wie haben Sie das Catalyst GER-Programm erlebt? 

Das Programm ist sehr gut strukturiert und bietet gleichzeitig viel Freiraum, die eigene Projektidee weiterzuentwickeln. Besonders hilfreich war die kontinuierliche Anbindung an den Programmkern, sodass trotz der individuellen Gestaltungsmöglichkeiten jederzeit Orientierung gegeben war.

Welcher Aspekt des Programms hat Ihnen den größten Mehrwert geboten?

Vor allem die hybride Arbeitsweise, das Feedback der anderen Teilnehmenden in den Breakout-Sessions und die Abschlusspräsentation haben das Programm für mich sehr passend gemacht.

Warum ist ein Programm speziell für die Geistes-, Gesellschafts- und Bildungswissenschaften aus Ihrer Sicht wichtig?

Die Verwertung von Forschungsergebnissen unterscheidet sich in diesen Disziplinen deutlich von anderen Fachrichtungen. Im Mittelpunkt steht weniger die Monetarisierung einer Idee als vielmehr die Frage, wie sie einen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen und an welchen Stellschrauben sie positive Veränderungen anstoßen kann. Ein speziell zugeschnittenes Programm trägt dieser Besonderheit Rechnung.

Wie geht es für Sie und Ihr Projekt nun weiter?

Als Nächstes werde ich die Projektidee weiter schärfen und den Austausch mit Kommunen suchen, die für partizipative Ansätze in der Sozialberichterstattung bereits offen sind.

 

Die Bewerbungsphase für das Validate-Programm, die dritte Stufe von „Catalyst GER“, ist gestartet. Melden Sie sich bis zum 15. September 2026 an: 

Bewerbungsformular für das Validate-Programm – Catalyst GER Pilotprojekt 

Weitere Informationen zum Catalyst GER