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Durch Schutzrechte den Unternehmenserfolg stärken

Innovations-Roadshow macht Station an der TU Dortmund

5 Personen bei Podiumsdiskussion, im Vordergrund Publikum © Oliver Schaper​/​TU Dortmund
Wie lassen sich Innovationen strategisch schützen und wirtschaftlich nutzen? Und wie können Schutzrechte zum Erfolg eines Unternehmens beitragen? Darum ging es bei der Innovations-Roadshow 2026 an der TU Dortmund. Erfahrungsberichte aus regionalen Unternehmen und der Wissenschaft, der Austausch mit Expert*innen sowie praxisnahe Impulse gaben Einblicke in den Schutz und die Verwertung von Innovationen. Der Konsens: Eine individuelle IP-Strategie und die frühzeitige Anmeldung von Schutzrechten bieten große Erfolgschancen.

„Dass wir an der TU Dortmund die Innovations-Roadshow der DPMA und ihrer Partner*innen begrüßen konnten, freut mich sehr“, sagt Dr. Ronald Kriedel, Leiter des Centrums für Entrepreneurship & Transfer (CET) der TU Dortmund. „Eigene Erfindungen zu schützen, etwa durch Patente oder Marken, ist für Wissenschaftler*innen ebenso wichtig wie für Unternehmen. Nur wer seine geistigen Eigentumsrechte sichert, schafft die Grundlage dafür, Innovationen wirtschaftlich zu verwerten, Kooperationen einzugehen und daraus neue Chancen zu entwickeln.“

Menschen sitzen auf Stühlen © Oliver Schaper​/​TU Dortmund

Individuelle IP-Strategie für jedes Unternehmen oder Start-up

Dass dazu auch eine Portion Mut gehört, bestätigen die Teilnehmenden der Podiumsdiskussion: Prof. Daniel Rauh, Professur für Chemische Biologie an der TU Dortmund, Michael Ullrich, Geschäftsführer/Managing Director der BILSTEIN SERVICE GmbH, Dr. Bernd Burchard, VP IP-Management der Elmos Semiconductor SE und Linh Phan, Head of Business Unit, Industrial Solutions & Head of Innovation der MURTFELDT GmbH & Co. KG. Denn es ist oft ungewiss, wie erfolgreich das Schutzrecht von heute für das Unternehmen in der Zukunft wird. Als essenziell betrachteten die Podiumsteilnehmenden eine möglichst frühe Anmeldung der Schutzrechte, um sich gegenüber dem Wettbewerb, der eventuell an ähnlichen Fragestellungen arbeitet, durchzusetzen. In der Diskussion wurde deutlich, dass die IP-Strategie individuell für jedes Unternehmen oder Start-up und dessen Anforderungen aufzusetzen ist. Auch für Wissenschaftler*innen hat die Sicherung des geistigen Eigentumes – Intellectual Property, kurz IP – Vorteile. Kooperationen mit Unternehmen oder Investitionen von Kapitalgeber*innen entstehen meist leichter, wenn die Erfindung geschützt ist.

Anne Fröhlich, Dienststellenleiterin des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA) Berlin, zieht ein positives Fazit: „Wir haben die Innovations-Roadshow ins Leben gerufen, um stärker dafür zu sensibilisieren, wie wichtig es ist, Ideen frühzeitig zu schützen. Vorträge und vor allem der direkte Austausch sollen KMUs und Start-ups dabei unterstützen, das Thema Schutzrechte besser zu verstehen und für die eigene Praxis zu nutzen. Denn bislang machen nur rund zehn Prozent der KMUs davon Gebrauch. Und genau das ist in Dortmund passiert: Hier treffen eine starke Universität, vielfältige Unternehmen und spannende Ideen aufeinander.“ Die Innovations-Roadshow wurde gemeinsam vom DPMA, der Vereinigung von Fachleuten des Gewerblichen Rechtsschutzes (VPP), der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund, dem piznet e. V., dem Informationszentrum Technik und Patente (ITP), dem Centrum für Entrepreneurship & Transfer sowie der TU Dortmund als Gastgeber organisiert.

Transfer als dritte Säule neben Forschung und Lehre

„Die eigenen Ideen zu schützen, ist eine wichtige Grundlage für jedes Geschäftsmodell“, erklärt Prof. Gerhard Schembecker, Prorektor Finanzen und Transfer der TU Dortmund, der die Podiumsdiskussion moderierte. „Nur so können wir Forschungsergebnisse erfolgreich in die Praxis bringen – sei es durch die Gründung eines eigenen Start-ups oder in Kooperation mit einem Unternehmen. Der Transfer von Wissen aus der Forschung in die Anwendung liegt mir – auch aufgrund meiner eigenen Erfahrung als Unternehmensgründer – sehr am Herzen. Als Prorektor kann ich dazu beitragen, diesen Transfer als dritte Säule an der TU Dortmund neben Forschung und Lehre zu stärken.“

Praxisworkshops luden zum Austausch ein

Zusätzlich zur Podiumsdiskussion und dem anschließenden Austausch, hatten alle Gäste die Möglichkeit, einzelne Themen in einem von drei angebotenen Praxisworkshops zu vertiefen. Peter Berg, Senior VP Intellectual Property, Infineon Technologies AG, VPP, diskutierte in seinem Workshop das Thema „Die IP-Funktion in kleinen und großen Unternehmen – was können wir voneinander lernen“, Dr. Ronald Kriedel stellte das Dortmunder „IP Transfer Modell“ vor und Dr. Bernd Läßiger, Leiter der Hauptabteilung Patente und Gebrauchsmuster beim DPMA hielt den Workshop „Mit Patenten Chancen sichern – Strategien für eine erfolgreiche Anmeldung“.

Frau hält Rede © Oliver Schaper​/​TU Dortmund
Simone Herrmann begrüßt die Gäste im Namen der IHK Dortmund.
Man hält Rede © Oliver Schaper​/​TU Dortmund
Holger Wensing, VPP Bezirksgruppensprecher, erläutert, was ein Patentportfolio für ein Unternehmen leisten kann.