Zum Inhalt
Ref.-Nr. 6102

Detektion ionisierender Strahlung - Integrierte Mikrofluidiksysteme zur Analyse flüssiger Proben (in-Situ)

Keywords: Ionisierende Strahlung, Mikrofluidik, In-situ Analytik, Halbleiteretektor, Diamantelektrode, PIPS Detektor

Radioaktive Materialien emittieren ionisierende Strahlung, die schon in kleinsten Mengen gesundheits- und umweltgefährdend ist und das menschliche Gewebe sowie das Erbgut dauerhaft schädigen kann. In Krankenhäusern, Bergbaueinrichtungen, nuklearen Wiederaufbereitungsanlagen und in Lagerstätten für radioaktive Materialien sollte daher eine kontinuierliche Vor-Ort-Überwachung von flüssigen Abfällen in Echtzeit erfolgen. Mit der Erfindung, einer Messvorrichtung aus der Technischen Universität Dortmund, lassen sich radioaktive Isotope, die Alphastrahlung emittieren, in flüssigen Proben nachweisen. Mittels mikrofluidischer Bauteile wird die wässrige Probe dabei zuerst durch eine Filterkammer und anschließend in die Detektionskammer geleitet, die einen Halbleiterdetektor und einem MEMS Heizelement umfasst. Diese Komponenten werden durch eine chemisch inerte Diamantbeschichtung von 20 nm bis 1 µm geschützt. Durch die Messvorrichtung werden die radioaktiven Stoffe in unmittelbarer Nähe zum Detektor aufkonzentriert, wodurch sich die Signalstärke deutlich erhöht. Nach dem Messvorgang wird die Detektionskammer elektrochemisch gereinigt. Mit einer derartigen Vorrichtung könnten insbesondere Abwässer und Grundwässer untersucht werden.

Vorteile

  • Mikrofluidisches Messsystem 
  • Vorort-Messverfahren (In-Situ) 
  • Mikromechnanische Integration des Heizelements mit Detektor
  • Hohe Zuverlässigkeit durch Diamantschutzbeschichtung

Kommerzielle Anwendung

Sowohl in der Messtechnik für die Umweltanalytik als auch in Anwendungen für die Sicherheitstechnik könnten solche Sensorsysteme eingesetzt werden. Die TU Dortmund ist insbesondere an Kooperationen mit Unternehmen interessiert, die diese Technologie gemeinsam weiterentwickeln möchten, z. B. im Rahmen öffentlich geförderter Projekte.

Aktueller Stand

Eine Anmeldung beim Deutschen Patent- und Markenamt ist erfolgt. Weitere Nationalisierungen sind im Prioritätsjahr bzw. einer späteren PCT-Anmeldung möglich. Wir bieten interessierten Unternehmen die Möglichkeit der Lizenzierung sowie die Weiterentwicklung der Technologie in Zusammenarbeit mit den Erfindern an der Technischen Universität Dortmund an.

Eine Erfindung der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund.

Zum Angebot

Kalender

Zur Veranstaltungsübersicht

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der Technischen Universität Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.