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Ref.-Nr. 4221

Mobiler Torsionsversuch – Zerstörungsfreie Prüfung von Materialeigenschaften

Keywords: Zerstörungsfreie Materialprüfung, Handgerät, Blech

Bei der mechanischen Festigkeitsprüfung von Blechhalbzeugen und Blechprodukten muss in der Regel eine Probe ausgeschnitten werden, die dann an einer Prüfanlage un­ter­sucht wird. Diese zerstörende Entnahme von Proben ist jedoch nicht immer möglich und meist unerwünscht. Bekannte, quasi zerstörungsfreie Prüfverfahren, wie die mobile Härtemessung, lassen sich nicht ohne weiteres fehlerfrei in eine Festigkeit in Form der Streckgrenze umrechnen. Das neues Handgerät zur Durchführung von Torsionsversuchen erlaubt die Prüfung der Streckgrenze von flachen und leicht gewölbten Bauteilen ohne Probeentnahme. Dabei wird die Prüfstelle von zwei Seiten eingespannt und in der Blechebene von zwei Stempeln in entgegengesetzte Richtungen verdreht. Der Widerstand des Werkstoffes gegen das Verdrehen wird als Drehmoment gemessen. Über eine entsprechende Auswertung können Aussagen zur Festigkeit gemacht werden.

Vorteile

  • Zerstörungsfreie Prüfung
  • Mobile Anlage
  • Messung großer Bauteile
  • Messung im Betrieb möglich

Kommerzielle Anwendung

Die Einsatzmöglichkeiten des Verfahrens sind vielfältig und liegen u.a. bei der Prüfung der Qua­li­tät von Aluminium- und Stahlblechen insbesondere bei der Prüfung der lokalen Festigkeit von Bauteilen nach der Kaltumformung. Bei großflächigen Bauteilen ist durch mehrere Messungen eine Prüfung des gesamten Bauteils möglich. Die Mobilität der Vorrichtung ermöglicht erstmals auch das Prüfen von Bauteilen und Werkzeugen im Betrieb.

Aktueller Stand

Auf die Erfindung wurde 2015 ein deutsches Patent angemeldet. Das allgemeine Verfahrensprinzip wurde getestet und funktioniert (siehe Video). Ein Prototyp der mobilen Anlage ist fertig. Provendis bietet im Auftrag der TU Dort­mund interessierten Un­ter­neh­men Lizenzen an der Erfindung an.

Relevante Veröffentlichungen

Institute of Forming Technology and Lightweight Components, IUL. “Ebener Torsionsversuch / In-Plane Torsion Test”. 2018. URL: https://youtu.be/1vuT8gBvM0Y

Traphöner, H., Clausmeyer, T., Tekkaya, A. E.: „Material characterization for plane and curved sheets using the in-plane torsion test – An overview” in J. of Materials Processing Technology, Vol. 257, 2018, S. 278 – 287.

Eine Erfindung des IUL der TU-Dort­mund

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der Technischen Universität Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.